Jetzt auch auf Flickr

Hervorgehoben

Unter dem Titel “The Armed Walker” sind jetzt auch bei Flickr Fotos von mir zu sehen. Dabei handelt es sich um Bilder, die (noch) nicht in Geschichten eingebunden sind, die ich aber trotzdem schon gerne zeigen möchte.

Der Titel bezieht sich auf einen Essay von Susan Sontag, in dem sie den Begriff “Armed Walker” für den mit seiner Kamera durch die Straßen flanierenden Fotografen prägt.

Ausstellung “FotografiePositionen”

Der Werkbund bildender Künstler eröffnete gestern im Forum für Kunst und Architektur in Essen seine Ausstellung “FotografiePositionen”. Insgesamt nehmen 23 Fotografen an dieser Ausstellung teil. Jedes teilnehmende Mitglied des WBK durfte einen Gast zu dieser Ausstellung einladen. Und so kam es, dass auch ich auf Einladung dabei bin. Erstmalig stelle ich drei Bilder aus der Serie “Phantom des Anderen” aus.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13.7.2014 zu den Öffnungszeiten des Forums am Kopstadtplatz in essen zu sehen.

(Mis)Understanding Photography – Museum Folkwang, Essen

Am 13.6. eröffnete die Ausstellung (Mis)Understanding Photography. Florian Ebner, Leiter der fotografischen Sammlung, nannte sie in seiner einführenden Rede eine “Studienausstellung”. Und das ist sie auch. Denn neben den Bildern stehen die Statements der Künstler zum Thema Fotografie. Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern, die sich mit der Fotografie als Medium auseinander setzen, mit ihrer Technik, Gestaltungsmöglichkeiten, nicht zuletzt mit ihrem Wahrheits- versprechen. Wer bereit ist, sich auf diese Diskussion einzulassen, kann viel zu seinem persönlichen Umgang mit diesem Medium lernen.

Natürlich gibt es auch Bilder zu sehen. Diese gehen weit über das “schöne” Foto oder die interessante Dokumentarserie hinaus und werden den Betrachter vielleicht irritieren (wäre schade wenn nicht). Endstücke von belichteten Filmen werden hier zum Bild erklärt (Timm Ulrichs), aus dem Zusammenhang gelöste Werbeplakate zu spannenden Abenteuerbildern (Cowboys, Richard Prince), die Realität vorgaukeln. Auf jeden Fall ist es spannend zu sehen, wie Künstler mit dem Medium Fotografie umgehen. Und für das Studium daheim gibt es auch noch ein interessantes Buch mit allen Künstlerstatements.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17.8.2014 geöffnet. Weitere Infos gibt es HIER.

DASCH – eine Kunstaktion

In den Räumen des kunstwerden e.V. fand vom 3. Mai bis zum 11. Juni eine spannende Kunstaktion des DASCH Kollektivs statt. In fünf Schritten ging es um die Frage, was ist Kunst und wie wird sie wahrgenommen. Fünf Fotografen – Tabea Borchardt, Siggy Schwill, Jürgen Leiendecker, Claus Habers und ich – hatten im ersten Schritt die Reaktionen der Besucher der Vernissage auf diese Aktion fotografisch festgehalten und in fünf sehr unterschiedlichen Positionen präsentiert. Die Aktion endete mit der Vernichtung der nicht verkauften Bilder. Den Fotografien wurde damit ihr Weiterexistieren als Kunstwerk, das nicht verkauft werden konnte, verwehrt. Gleichzeitig verloren sie ihre Aufgabe als fotografischer Beleg der Kunstaktion, ihre fotografische Erinnerung.

Zuviel der Theorie? Zum Glück wurden Fotos von den Fotos an der Wand gemacht …

Pixelprojekt_Ruhrgebiet 2014

Das Pixelprojekt_Ruhrgebiet wurde 2003 mit dem Ziel ins Leben gerufen, ein fotografisches Gedächtnis der Region zu bilden. Seitdem wählen die Juroren jedes Jahr neue Fotoserien für dieses Projekt aus. In diesem Jahr bestand die Jury aus: Prof. Elisabeth Neudörfl – Folkwang Hochschule, Prof. Dr. Anna Zika – FH Bielefeld, Dr. Sigrid Schneider – ehem. Leiterin des Foto Archiv Ruhr Museum, Prof. Heiner Schmitz – ehem. FH Dortmund, Peter Liedtke – Leiter Pixelprojekt_Ruhrgebiet. Prof. Hermann Dornhege war für die Jurysitzung verhindert, hat jedoch an der Vorbeurteilung der Fotoserien teilgenommen.

Für 2014 hat die Jury des Pixelprojekt_Ruhrgebiet entschieden 23 neue Serien von 20 Fotografen neu aufzunehmen. Zu meiner großen Freude ist auch meine Serie “Alter Mann” dabei.

Die Neuaufnahmen werden in einer Ausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstr. 14 vorgestellt. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Donnerstag, den 26.Juni um 20.15 Uhr.

Ausstellungen im Mai

Es gibt wieder diverse Ausstellungen im Ruhrgebiet, die es sich anzusehen lohnt. Meine Favoriten für die nächsten Wochen:

“Was war, was ist.”  Aktuelle Dokumentarfotografie, Museum Folkwang, Essen – noch bis zum 15.6.14

“Hans Rudolf Uthoff – Die goldenen Jahre”  Galerie Hundert, Gelsenkirchen – noch bis zum 24.11.14

“Bernhard Fuchs – Waldungen”  Joself Albers Museum Quadrat Bottrop – 11.5. bis 10.8.14

“Andreas Mader – Die Tage das Leben 1989-2014″  Projektraum Fotografie, Dortmund – 17.5. bis 5.7.14

“Eve Arnold – Hommage an die Magnum Fotografin”  Ludwiggalerie, Oberhausen – 25.5. bis 7.9.14

“Chargesheimer – Die Entdeckung des Ruhrgebiets“ Ruhr Museum, Essen – 26.5. bis 1.2.15

Der Buchtipp: elf uhr elf

Wer mich kennt, weiß: Ich bin kein Freund des Karnevals. Aber dieses Buchprojekt hat mich gleich fasziniert. Neun Kölner Fotografen – Theodor Barth, Ute Behrend, Thekla Ehling, Dirk Gebhardt, Matthias Jung, David Klammer, Frederic Lezmi, Nadine Preiß und Wolfgang Zurborn – haben über drei Sessionen den Kölner Karneval beobachtet. Was man von solchen Fotografen erwarten kann und erste Bilder auch zeigen: Das ist mehr als “Kölle Alaaf”!

Finanziert wird das Buchprojekt übrigens über Crowdfunding. Über 11.111 € sind dafür zusammen gekommen und die Teilnehmer freuen sich schon auf ihre Bücher und Prints, die sie nun bald erhalten. Eine Ausstellung ist auch geplant.

Tipp: Claxton Projects

Wer sich für Fotobücher interessiert, findet auf claxtonprojects.com eine wunderbare Einführung in diese spannende Welt. Initiert von Tom Claxton, einem New Yorker Fotoagenten, bietet diese Website eine Übersicht über herausragende Fotobücher. Und nicht nur das! In jedem der vorgestellten Bücher kann über einige Seiten geblättert werden und man gewinnt einen Eindruck über Thema und Stil des Fotografen oder der Fotografin, sowie die Gestaltung der Bücher.

Hilla Becher und Lothar Schirmer im Gespräch

Anläßlich der Ausstellung “Bernd und Hilla Becher – Hochofenwerke” in der SK Stiftung Kultur, Köln (noch bis 26.1.2014) berichteten Hilla Becher und Lothar Schirmer gestern von ihrer langen Zusammenarbeit. Bernd und Hilla Becher gehörten zu den ersten Künstlern, mit denen der frischgebackene Verleger zusammen arbeitete.

Geradezu revolutionär war zu der Zeit offensichtlich das Konzept, wie Bernd und Hilla Becher ihre Bilder in Büchern präsentieren wollten – gegen die Auffassung von Layoutern, Textern, Artdirektoren: ein Bild/eine Seite, mittig, mit einer kurzen erklärenden Unterschrift. Das Bild steht für sich und reicht sich aus!

Trotz Erkältung erzählte Hilla Becher gut gelaunt ausführlich und spannend von ihrer Arbeit mit ihrem Mann Bernd. Über ihre Arbeitsteilung, ihre Diskussionen und auch Meinungsverschiedenheiten. Nur wer sich lange und intensiv mit einem Thema beschäftigt, weiß was und wie er es in seinen Bildern darstellen muss. Ein Plädoyer für überlegtes und bewußtes Fotografieren.

Die Fotografie erfindet sich neu

Diese These vertritt Marvin Heiferman, Kurator und Publizist, als aktueller Blogger in Still Searching, dem Blog zur Fotografie des Fotomuseum Winterthur. Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang seine Ausführungen zum “Selfie”. Was gab es schon für Diskussionen, wenn das fotografische Thema “Selbstportrait” anstand. (Mein Lieblingszitat einer Kursteilnehmerin in diesem Zusammenhang: “MUSS man da selbst drauf sein??”) Im Zeitalter der Smartphones und der sozialen Netzwerke entstehen sie nun täglich zu hunderttausenden. Nicht nur heimlich für sich selbst, nein, vor der ganzen (Web-)Welt. So umfassend ist das Phänomen, dass der Name seines Produktes, das liebevolle Wörtchen “Selfie”, Eingang in das Oxford Dictionary gefunden hat.

Was treibt die (hauptsächlich jungen) Menschen dazu? Reiner Narzissmus oder ganz einfach der Versuch einer Bestätigung des eigenen Ichs? Heiferman’s Blog “Here’s Looking At Me” geht dem nach.